Die Tonleiter

Zunächst sollte man einige grundlegende Kenntnisse über die Akkord- Oktavverschiebung wissen. Da wären:

  1. Der erste und der letzte Ton in einer Oktave sind immer gleich. (Oktave = 8 Töne)
  2. Die Tonleiter besteht aus zwei Halbton- und dem Rest (fünf) Ganztonschritten. Die zwei Halbtonschritte liegen (bei der C-Dur Tonleiter) zwischen „e" und „f" und zwischen „h" und „c".
  3. Auf dem Klavier ist immer der Sprung zur nächsten Taste ein Halbtonschritt und der Sprung zur übernächsten ein Ganztonschritt. Dies ist unabhängig von den schwarzen und den weißen Tasten.
  4. Bei verschiedenen Oktaven muss immer zwischen dem 3. und 4. Ton und dem 7. und 8. Ton ein Halbtonschritt liegen. Welche Töne dies sind spielt dabei keine Rolle.

Am besten ist es, die Verschiebung an einem Beispiel zu erläutern:

Zur Erläuterung der Zeichnung:

Als Beispiel kann man die G-Dur Tonleiter erkennen. Jetzt sollte man als erstes nur die Noten betrachten, weder die Vorzeichen noch die Markierungen. Man stellt sofort fest, dass man den ersten und den letzten Ton nicht verändern darf, weil sie ja gleich sind. Würde man vor beide ein Vorzeichen setzen, so währe es automatisch eine andere Tonleiter (hier Gis-Dur bzw. Ges-Dur). Also merkt man sich, dass der erste Ton den „Akkord" angibt. In dem Beispiel wäre das „g", also G-Dur. Ausserdem muss die Tonleiter auch wieder mit einem „g" aufhören. Der nächste Schritt wäre nun die Noten und ihre Notenwerte zu bestimmen. Am besten fängt man systematisch beim ersten (tiefsten) Ton an. In der Zeichnung ist nun zur Hilfe beim 3.-4. Ton und beim 7.-8. Ton eine Markierung gesetzt worden. Diese stehen dafür, dass an dieser Stelle nur ein Halbtonschritt erfolgen darf. Ausserdem muss man von Anfang an beachten, dass zwischen „e" - „f" und „h" - „c" auch nur Halbtonschritte vorhanden sind, die gegebenenfalls zu Ganztonschritten verändert werden müssen. Man beginnt bei dem Wechsel von „g" zu „a". Diese Noten sind ganze Töne, folglich ist zwischen ihnen auch ein Ganztonschritt. Man muss also nichts ändern. Das Gleiche ist auch beim Wechsel von „a" zu „h". Wenn man aber dann zu „h" und „c" gelangt, müsste laut Regel hier ein Halbtonschritt erfolgen, weil es der dritte und vierte Ton der Tonleiter sind. Nun ist es glücklicherweise so, dass zwischen „h" und „c" sowieso nur ein halber Ton Abstand ist, so dass wir an dieser Stelle auch nichts ändern müssen. Zwischen „c" - „d" und „d" - „e" sind Ganztonschritte, folglich keine Änderung. Nur zwischen „e" und „f" ist ein halber Ton Abstand. Da „e" und „f" in der G-Dur-Tonleiter aber der 6. und der 7. Ton sind, müsste hier eigentlich ein Ganztonschritt erfolgen. Nun versieht man den Ton „f" mit einem Kreuz, so dass er zu einem „fis" wird (siehe Zeichnung). Man darf aber nur „f" um einen halben Ton erhöhen, damit der Ganztonschritt erfolgt. Wenn man nämlich „e" auf „eis" erhöhen würde, brächte man das ganze Konzept von vorher durcheinander und die Tonleiter wäre falsch! Geht man jetzt einen Schritt weiter (von „fis" zu „g"), sollte an der 7. und 8. Stelle ein Halbtonschritt erfolgen. Da wir das „f" zu „fis" erhöht haben, ist diese Bedingung natürlich erfüllt. Und schon ist man mit der G-Dur-Tonleiter fertig. Zur Kontrolle kann man nun noch einmal die anfangs genannten vier Schritte überprüfen. Wenn man alles trotzdem nicht verstanden hat, muss man den Quintenzirkel auswendig lernen.